Verwaltungsgliederung
Bis zu einer Gebietsreform 2016 gliederte sich die autonome Region Friaul-Julisch Venetien in die Provinzen Gonzia, Pordenone, Trieste und Udine. Seither ist Friaul-Julisch Venetien in 18 Gemeindeverbände (Unioni Territoriali Intercomunali – UTI) unterteilt. Die früheren Provinzen bestehen allerdings als statistische Einheiten weiter fort.

Die rund 1.216.000 Einwohner verteilen sich auf diese (statistischen) Provinzen, 18 Gemeindeverbände bzw. 215 Gemeinden.
Die Regionalhauptstadt ist Triest.
| Gemeindeverband | Kennzeichen | Gemeinden | Einwohner | Fläche | Bevölkerungsdichte |
|---|---|---|---|---|---|
| Giuliana | 6 | 232.500 | 212,5 km² | 1.095 Einwohner/km² | |
| Carso Isonzo Adriatico | 10 | 72.500 | 264,8 km² | 274 Einwohner/km² | |
| Collio – Alto Isonzo | 15 | 68.000 | 202,3 km² | 334 Einwohner/km² | |
| Canal del Ferro – Val Canale | 8 | 11.000 | 885,0 km² | 13 Einwohner/km² | |
| Del Gemonese | 6 | ||||
| Della Carnia | 28 | ||||
| Del Friuli Centrale | 11 | 170.000 | 274,1 km² | 621 Einwohner/km² | |
| Del Torre | 9 | ||||
| Mediofriuli | 11 | ||||
| Collinare | 15 | ||||
| Del Natisone | 17 | 51.000 | 552,6 | 93 Einwohner/km² | |
| Riviera – Bassa Friulana | 12 | 56.000 | 438,4 | 128 Einwohner/km² | |
| Agro Aquileiese | 17 | ||||
| Del Tagliamento | 9 | ||||
| Delle Valli e delle Dolomiti Friulane | 22 | 36.000 | 1.148,1 | 31 Einwohner/km² | |
| Livenza – Cansiglio – Cavallo | 6 | ||||
| Sile e Meduna | 6 | ||||
| Del Noncello | 7 | 114.000 | 283,6 | 402 Einwohner/km² | |
| Friaul-Julisch Venetien | 245 | 1.216.000 | 7.856,5 | 155 Einwohner/km² |
Italienisch ist die regionale Amtssprache. Deutsch, Furlanisch und Slowenisch sind aber als Minderheitensprachen anerkannt.
Lage und Geografie der Region
Die Region Friaul-Julisch Venetien liegt im Nordosten Italiens. Sie grenzt im Westen an die Region Venetien. Im Norden grenzt Friaul-Julisch Venetien an Österreich (Kärnten), im Osten an Slowenien. Im Süden liegt die Region an der Adria, am Golf von Triest.

42,5 % des Regionalgebiets sind von Berglandschaften gezeichnet (Friaulische Dolomiten, Karnische Alpen und Julische Alpen), 19,3 % sind hügelig (Collio). Die restlichen 38,1 % erstrecken sich über die Po-Ebene.
Wirtschaft
Die Region Friaul-Julisch Venetien gehört zu den wohlhabenderen Italiens.
Die Landwirtschaft spielt in der Region nur noch eine untergeordnete Rolle. Dennoch haben die Weine der Region einen ausgezeichneten Ruf, ebenso der Rohschinken aus San Daniele del Friuli.
Die Industrie ist – wie im Nordosten Italiens generell – von Kleinst- und Kleinunternehmen, vor allemaus dem Textil- und Möbelbereich geprägt.
Eine bedeutende Rolle spielt auch der Tourismus. Die Badeorte Gradio und Lignano Sabbiadoro gehören zu den beliebtesten der Adria.
In Triest sind zudem der Versicherungskonzern Assicurazioni Generali sowie der Kaffeefabrikant Illy ansässig.
Küche
Die Küche der Region Friaul-Julisch Venetien ist nicht nur von den landschaftlichen Gegebenheiten, sondern auch von der wechselvollen Geschichte der Region beeinflusst.
Durch die zahlreichen Herrscher-Familien, die vor allem in Triest angesiedelt waren, sind heute noch Gulasch, Sachertorte und die Dobos-Torte in den traditionellen Rezepten der Region zu finden.
Darüber hinaus ist die Regionalküche einfach aber abwechslungsreich. Sie ist vor allem von der Landwirtschaft geprägt. Mais und Wein spielen hier eine vorherrschende Rolle. Das Schwein findet sich in vielen Wurst- und Fleischspezialitäten wieder. Das Meer liefert Muscheln, Meeresfrüchte und Fische für typisch regionale Gerichte.
Das „Nationalgericht“ ist die Polenta. Sie wird hier mit zahlreichen Vorgehen und durch etliche Zutaten verfeinert. Die Polenta der Region gilt als die beste der Welt.
Eine weitere Spezialität ist der Prosciutto di San Daniele, der aus speziellen Schweinerassen gewonnen wird, die nach bestimmten Auszucht- und Mastmethoden gezüchtet werden. Weitere Scheinespezialitäten sind die Pancetta sowie der Schinken aus Sauris.